#016 - Doppelmord in St. Georgen und der rumänische Geheimdienst

Shownotes

Redaktion, Moderation: Gerhild Niedoba Produktion: Markus Prinz Credits: Charlie Ryan - Oscillating Form

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00:00:13: Es ist der zweite April, ein Montag.

00:00:17: Schandarmen entdecken in Sankt Georgien im Atta-Gau im Bezirk Vöglabruk zunächst in einem Brunnen die Leiche eines vermissten Landwirts und wenig später auf einer Autobahnböschung verscharrt einen zweiten Toten.

00:00:29: Beide Leichnahme weisen nicht nur zahlreiche Stichverletzungen am ganzen Körper auf sondern auch ein bisschen der österreichischen Kriminalgeschichte noch nie da gewiesenes Verletzungsmerkmal – beide Augenpaare sind sternförmig zerstochen.

00:00:45: Mein Name ist Gerhild Nidober, ich bin Redakteurin der Oberösterreichischen Nachrichten und host dieses Podcasts Blaulichtgeschichten Oberösterreich.

00:00:53: in diesem spreche ich über ungeklärte geklärte und aufsehenerregende Kriminalfälle.

00:00:59: ja und der Fall über den ich mit meinem heutigen Studiogast sprechen werde hat damals weit über die Grenzen für Aufregung und Bestürzung gesorgt Der Doppelmord von Sankt Georgien im Ahtagau aus dem Jahr.

00:01:13: Und es freut mich, dass ich dazu wieder einmal Christian Horner begrüßen kann.

00:01:17: Christian Horna war langjähriger Mordermittler im Landeskriminalamt und in dieser Funktion auch mit diesem Fall betraut.

00:01:24: Herzlich willkommen Herr Horna!

00:01:26: Freut mich wieder da zu sein.

00:01:29: Ja Herr Horne wann sind Sie denn damals informiert worden?

00:01:33: Was war damals schon bekannt?

00:01:37: Ja, es war wie gesagt ein Montag und für uns hat die Woche eigentlich unspektakulär begonnen.

00:01:45: Wir sind alle in den Dienst gekommen am Montagmorgen und es deutete vorerst nichts darauf hin dass heute ein ganz außergewöhnlicher Tag werden würde aber das hat sich sehr bald geändert denn so meine Erinnerung nach am frühen Vormittag rund um neun Uhr kam der Anruf von den Kollegen aus St.

00:02:06: George im Attagau, dass sie soeben eine männliche Leiche in einem Brunnen-Schacht gefunden hätte und das es sich um eine abgängige Person aus der Region handeln würde einen erfahrenen Landwirt und die Leiche dieses betrauenswertem Mannes wie zahlreiche Stichverletzungen und der andere auch, wie sie geschildert haben im Kopfbereich und da speziell in Bereich der Augen.

00:02:35: Okay das sind schon mal ganz viele dramatische Erkenntnisse die Sie da gewonnen haben schon in so kurzer Zeit.

00:02:42: Gehen wir ganz kurz nochmal zurück.

00:02:44: Wie ist man überhaupt auf die Leiche in den Brunnen gestoßen?

00:02:48: Weil eine Leiche... also die in einem Brunne liegt sieht man ja nicht.

00:02:52: Das hatte eine Vorgeschichte Und zwar am vorangegangenen Wochenende war es am Sonntag, das war der erste April so.

00:03:04: Dass dieser Mann, der Landwirt dort in der Nähe der Autobahn eine Stelle ausfindig machen wollte, wo er sie mich dem veredeln von Bäumen beschäftigen wollte.

00:03:18: Das war eine große Leidenschaft von ihm wie wir später erfahren haben und der hat daher in dieser Region immer versucht ideale Plätze zu finden.

00:03:28: da geht es um so Dinge wie den Verbiss von Wild.

00:03:31: man will natürlich vermeiden dass diese mühsame Arbeit beeinträchtigt wird weil Rehe dann diese Pflanzen abfressen wie es so schön heißt.

00:03:41: Und zum Mittag dieses Sonntags, nach dem Mittagessen mit der Frau hat dieser Mann ihr mitgeteilt dass er jetzt die Zeit für günstig halten würde Anfang April sich wieder mit ihm zu beschäftigen und er würde daher kurz wegfahren.

00:03:55: Und eine Stelle suchen wo er sich mit der Federlung von Bayern beschäftigt.

00:04:00: Und er ist da weggefahren, das war knapp nach Mittag und ist nicht mehr zurückgekommen.

00:04:06: Nachdem einige Stunden vergangen waren hat sich die Frau natürlich Gedanken gemacht dass es ungewöhnlich sei warum man so lange weg bleibt was das für einen Grund hat und hat am Anfang mal versucht telefonisch nachzufragen bei Bekannten in der Familie ob jemand weiß oder irgendwo angekommen ist wo er sein könnte ergeben und deswegen hat sie sich dann auch auf die Suche gemacht.

00:04:33: Sie wusste ja ungefähr, dass er im Bereich der dort durchführenden A-Eins, da Westautobahn unterwegs sein würde – und dort gab es einen Hochstand für Jäger, wo sie wusste das das seine Stelle sein könnte, wo er sich hinbewiegt hatte.

00:04:50: Dort ist sie dann auch hingegangen, hat Nachschau gehalten und hat dort aber nichts entdeckt.

00:04:55: Der Mann war mit dem Auto unterwegs – das Auto hat sich auch nicht gesehen, da hat sich später herausgestellt dass das in einem Waldstück stand ein Stück entfernt und es war von der Vegetation her so, dass man das nicht gleich erkennen konnte.

00:05:09: also hat das Auto nicht entdeckt und auch natürlich ihren Mann nicht Und deswegen hat sie dann eben telefoniert und letztendlich als am Abend, aus anderen Teilen der Familie auch versucht hatten ihn zu finden oder zu erreichen.

00:05:24: Man muss sich vorstellen das ist alles noch vor dem Mobiltelefon Zeitalter.

00:05:29: man ist noch analoge unterwegs.

00:05:31: daher ist es nicht so einfach wie jetzt zu sagen ich rufe da auf den Mobilphone an und dann erreiche ich in der Regel die Leute.

00:05:39: Um den

00:05:39: Orten zu können?

00:05:40: Genau!

00:05:41: Genau, also der Landwirt war verschwunden.

00:05:45: Wie ist man dann darauf gekommen im Brunnen nachzuschauen?

00:05:49: Das war dann so als die... Abgenigkeitsanzeige gemacht wurde, man hat sich dann entschlossen in der Familie die Schondomarie einzubeziehen und um Unterstützung zu bieten auch mit der Frage ob es vielleicht einen Unfall gegeben hätte oder ähnlich ist.

00:06:04: Und man deswegen noch nicht wisse was da das Grund für das Verschwinden ist.

00:06:11: Die Schondomerier hat natürlich auch begonnen dort den Bereich nachzusehen wie auch andere eben aus der Verwandtschaft und man hat dann dort in der Nähe dieses Hochstandes Das war nicht sehr weit entfernt, einige hundert Meter.

00:06:25: Ein Anwesen vorgefunden das verlassen war.

00:06:29: Das war auch so ein ehemaliger Bauernhof, ein kleiner und hat dort im Gras bemerkt dass da offensichtlich etwas transportiert wurde also Schleifspuren und ähnliche Dinge.

00:06:45: Und man hat dann auch dort rund um das Haus nachgesehen und da ist man auf den Brunnen-Schacht gestoßen, der in so fünfzig Meter Entfernung vom Haus war meiner Erinnerung nach.

00:06:57: Dort fand es sich eine kleine Blutspur auf dem Deckel.

00:07:01: Das war ein schwerer Betonteckel, der da drauf lag.

00:07:03: also der Brunnenschacht war verschlossen und diese Blutspur hat natürlich dazu geführt, dass man gedacht hat naja okay was ist da passiert?

00:07:13: und man hat dann den Deckel entfernt.

00:07:16: Und der Brunnen war relativ tief.

00:07:18: ich kann heute nicht mehr sagen ohne den Akt oder die Unterlagen wie tief aber tief auf alle Fälle.

00:07:24: Mehrere Meter Ja sicher über zehn Meter meiner Erinnerung nach.

00:07:29: Man hat dann versucht mit einer Lampe, weil es natürlich da dunkel ist hinein zu leuchten aber das hat auch so nichts geführt und deswegen hat man sich dann entschlossen weil es schon später am Abend wurde und es dunkel wurde.

00:07:42: Am nächsten Tag am Morgen gemeinsam mit der Feuerwehr dort zu versuchen dass jemand runtersteigt in diesen Brunnen um Nachschau zu halten ob sich da etwas findet.

00:07:52: Da sind wir am Montag dann.

00:07:53: Das ist dann Montagmorgen, genau!

00:07:56: Da hat dieser Einsatz begonnen und zwar... diese Parunenröhre war wirklich so eng, dass man einen Feuerwehrmann befestigen musste an einem Seil und da gut bei den Beinen um in Kopf über darunter lassen zu können.

00:08:13: Denn er hätte sonst nicht agieren können wenn mit den Füßen voran darunter gelassen worden wäre.

00:08:19: Hätte er sich selbst so behindert das er unten beim Wassergrenze kommt oder der Grundwassergrenze nicht viel ausrichten hätte Die können, deswegen hat man sich entschlossen in den Kopf rüber reinzulassen.

00:08:33: Das war ein mutiger Mann und er hat dann tatsächlich ertragen müssen als er da runter kam mit seiner Lampe anlangte das da ein toter Mensch liegt.

00:08:47: Er konnte vorab nicht viel erkennen aufgrund der Situation aber es gelangt dann gemeinsam Toten auch zu bergen und aus dieser Brunnenröhre zu holen.

00:09:01: Und wie dann die Leiche herausgezogen worden ist, hat man gleich gesehen dass der Leichner mit vielen Stichen verletzt worden ist und zudem aber auch die wirklich sehr ungewöhnlichen sternförmigen Stichverletzungen bei den Augen sind entdeckt worden.

00:09:22: was waren denn da ihre ersten Gedanken also diese gesehen haben?

00:09:25: Warum denkt man da, was ist das?

00:09:26: Ja es war ja natürlich ein Arzt beigezogen dann auch von den Kollegen vor Ort.

00:09:31: Das ist ja immer so dass die informierten Kollegen als erstes sind bei diesem Einsatz dabei und dann in Arzt beiziehen um auch da erste Informationen zu bekommen.

00:09:40: und da gab's eben wie sie geschildert haben diese massiven Stichverletzungen und diese außergewöhnliche Geschichte mit den Augen Und wir sind daher dann verständigt worden und für die ganze Gruppe unserer Team Von damals acht Mordermittlern.

00:09:54: Wir sind dann alle losgefahren, um auf den Grund zu gehen und auf der Fahrt dorthin hatten wir natürlich schon die Informationen welche Verletzungen da vorliegen und schon überlegt was könnte da geschehen sein?

00:10:08: Denn das ist wirklich – Sie haben es auch gesagt in der Geschichte der oberössischen Kriminalgeschichte nicht oft vorgekommen dass solche Verletzung aufgetaucht sind.

00:10:18: Und da ist eines ganz wichtig für Mordtermittler Damals oberstes Gebot und ich nehme an, dass das heute die Kollegen auch immer noch so halten.

00:10:27: Man beschäftigt sich nicht so sehr mit Dingen von A bis Z also stellt gleich fünfzehnteurin auf ja denn dann ist die Gefahr sehr groß, dass man sich verliert in falschen Überlegungen sondern mal versucht immer beim naheliegensten zu beginnen.

00:10:46: Und dann fragt man sich natürlich es war dieses Zeitalten als man schon begann ein wenig über Profiling zu sprechen, dass er jetzt in Alamunde ist und oft auch in Filmen schon vorgekommen ist.

00:10:58: Aber damals war es ganz neu.

00:10:59: Es begann in Österreich erst gerade, dass man im Innenministerium eine Stelle einrichtet den Thomas Müller, den vielleicht viele kennen, der begann damals als Kriminalpsychologe mit diesen Dingen.

00:11:12: Und wir haben uns auf der Fahrt auch überlegt worum kann's hier gehen?

00:11:16: Warum entschließt sich eine Person, ein unbekannter Täter auf diese Art und Weise einen Menschen zu töten und in solche Verletzungen sozufügen.

00:11:26: Und wir wollten uns natürlich nicht festlegen aber hatten im Weseligen zwei Dinge im Auge entweder sehr großer Hass auf dieser Person oder es geht um etwas völlig anderes.

00:11:43: Es hat ein anderes Motiv warum man das tut.

00:11:48: Und aber man legt sich wie gesagt noch nicht fest.

00:11:50: und es kommt dann zu einem zweiten Prinzip, wenn man da vor Ort ist.

00:11:54: Ist in solchen Situationen wo man auch überhaupt nicht weiß was ist da geschehen?

00:11:59: Wie kann es sein dass eine Person die am Sonntagmittag hellig den Tag wie so schön heißt in einem nicht unbelebten Wiesenstück nahe der Autobahn unterwegs ist und dann aufgefunden wird in dem Brunenschacht offensichtlich ermordet.

00:12:19: Was kann da geschehen sein?

00:12:21: Und da ist es ganz, ganz wichtig ein Prinzip das man auch einhält.

00:12:25: Man beginnt sofort Teams einzuteilen die sich mit der Umgebung beschäftigen.

00:12:31: also wo man versucht Leute zu finden war irgendjemand an diesem Sonntag Mittag Und diese Zeit, als der Landwirt dort hin aufgebrochen ist.

00:12:41: Und unterwegs hat irgendetwas wahrgenommen, irgendwas gesehen.

00:12:44: Das ist ganz, ganz wichtig denn zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine Medienberichte in der Regel.

00:12:51: Es gibt noch keine Informationen, die irgendeine Wahrnehmung...

00:12:54: Hast du schon Media?

00:12:54: Ja!

00:12:55: ...hat's noch nicht gegeben.

00:12:56: Aber auch früher war der Tratsch ein Problem in Ortschaften, die nicht sehr groß waren.

00:13:02: Die Leute reden über Dinge wenn sie darüber wissen und es werden dadurch sehr schnell tatsächlich Warnemungen ein wenig verändert.

00:13:10: Man interpretiert im Nachhinein manches anders, als man es ursprünglich gesehen hat mit zusätzlichen Wissen oder vermeintlichen Wisten und deswegen ist es so wichtig ganz am Anfang gleich Personen zu finden mit ganz frischen möglichst unverfälschten Wahrnehmungen und das ist auch da geschehen.

00:13:28: Das heißt er muss ganz schnell viel passieren um die Spuren so gut wie möglich zu sichern.

00:13:36: Da ist ja dann auch die Spurensicherung natürlich bei der Arbeit gewesen, hat viel zu tun gehabt.

00:13:44: Wie ist denn das dann abgelaufen?

00:13:46: Ja genau, das ist so wie man es auch in Filmen zieht im Wesentlichen.

00:13:50: Also von der Ermittler abseits der örtlichen Kräfte die natürlich die Lokalkentnisse einbringen also die Gegenseher kennen und die Leute sind auch ganz wichtig dass sie gleich miteinbezogen werden weil Sie wissen wer könnte da sein welche Jäger sind in so einer Region tätig usw.

00:14:06: Das führt man zusammen.

00:14:08: Und dann gab's früher eine ganz große Stärke wo ich fürchte das geht jetzt ein wenig verloren in der aktuellen Zeit.

00:14:17: Und zwar, man hat dann auch immer sehr rasch danach getrachtet einen Gerichtsmediziner mit an Bord zu holen und die Situation war so, dass wir da eine Oberösterreich drei Gerichts Mediziner in Linz hatten – die größten Teile ist also speziell der Leiter, der Professor Hans Harwall sehr erfahren waren und mit uns auch sehr vertraut.

00:14:41: Also diese räumliche Nähe, die Mordermittler in Linz und die Gerichtsmedizin in Linze das hatte große Vorteile weil man sich auch immer gut kannte und viel ausgetauscht hat.

00:14:52: Und deswegen muss ja die Staatsanwaltschaft oder musste damals die Staats Anwaltschaft einleiten und quasi anordnen hat man sofort getrachtet dass der Professor Harwald dabei gezogen.

00:15:07: Das war auch der Fall, er ist dann diesen Nachmittag am zweiten April am Montag zu uns dazugestoßen und wir haben dann gemeinsam dort am Auffindungsort einmal die Lage sondiert.

00:15:23: Und uns näher beschäftigt sowie die Spurensicherung mit dieser Schleifspur, die in Richtung Wildzaun beim Autobahn tamt Führte.

00:15:34: Und das haben wir dann alles...

00:15:36: Also zunächst schuldigung zu unterbrechen, zunächst hat es Schleifspurenrichtungen zum dem Brunnen gegeben und dann aber auch in eine andere Richtung?

00:15:43: Ja genau man hatte so den Eindruck es war nicht ganz klar weil sie das ja über Nacht verhindert, wie man später wusste dass es um zwei Daten geht die an unterschiedlichen Tagen stattgefunden hatten muss man das interpretieren.

00:16:00: Und so langte man dort zu dem Wildzaun und sah dann auch, dass der geöffnet war offensichtlich unbefugt also nicht völlig... unversehrt und verschlossen.

00:16:13: Und natürlich ging es um die Frage, was passiert dort?

00:16:17: Wir sind dann mit der Spurensicherung gemeinsam Meter für Meter vorgegangen und auch der Professor Harwald war dabei und dann ist etwas passiert.

00:16:27: Er hat aus Intuition damals gesagt, während ihr da arbeitet in dem Bereich wo der Zaun offen ist.

00:16:36: Ich schaue mich mal in der Umgebung ein wenig um und es ist einige Meter weitergegangen im Fahrtrichtung Salzburg, um sich dort das Gelände den Damm anzusehen und die ist auf eine Stelle gestoßen hinter... Da war Heu und da waren Püsche!

00:16:52: Und da hat er den Eindruck dass in diesem Bereich lockere Erde sich befindet.

00:16:57: Er kam zurück und hat gesagt von der Spurensicherung ich möchte eine Schaufel, da vorne ist Erde, ich schau jetzt einmal nach in aller Vorsicht, ob dort noch etwas ist.

00:17:08: Und er hat dann dort begonnen diese Erde vorsichtig abzutragen und nach ungefähr zweizig-dreißig Zentimeter Erde ist er plötzlich auf den Oberkörper einer weiteren Leiche

00:17:23: gestoßen.".

00:17:27: Wahnsinnig dramatisch.

00:17:29: ist man dann davon ausgegangen, dass es womöglich noch weitere Opfer in der Gegend zu finden sind.

00:17:34: Dass man da nachschauen muss?

00:17:35: Das war die große Frage und das wurde natürlich dann sofort untersucht.

00:17:39: Man hat die Suche ausgedehnt aber das erste war dann das vorsichtige Bergen der zweiten Leiche wo sich auch schnell herausgestellt hat.

00:17:46: Der Gerichtsmediziner war ja vor Ort.

00:17:48: Er hatte auch schwere Stichverletzungen und dann auch was der Kopf reingelegt war Saman, das war das gleiche mit den Augen wie wie bei dem Imbrunenschach.

00:17:58: Also auch diese sternförmig eingestochenen Augen.

00:18:03: Wie ist es dann weitergegangen?

00:18:05: Sie haben immer erzählt, eh dieses Strategie das man so vor zu schnell wie möglich im großen Umkreis des Tatorts auch versucht Wahrnehmungen zu sichern Leute zu befragen.

00:18:17: Wie hat es da weiter gegangen?

00:18:18: Hat das was geholfen?

00:18:20: Ja, wie gesagt das ist arbeitsteilig ein Teil unseres Teams.

00:18:23: Der Mordermittler blieb vor Ort an diesem Tatort bei der zweiten Leiche um da die Informationen zu sammeln und die anderen waren unterwegs in der Umgebung.

00:18:32: Und eines dieser Teams war ein Kollege mittlerweile auch längst im Pension.

00:18:39: Werner Hofstadler war mit einem zweiten Kollegen im Auto unterwegs Richtung Ort St.

00:18:45: George in Matagau Und als er mit dem Auto in die Ortsnähe kam, ist ihm eine Person aufgefallen, die mit einem Fahrrad unterwegs war.

00:18:56: In Richtung des Auffindungsortes und im langsamen Vorbeifahren sieht er dass diese Person an einer Hand einen Verband hat.

00:19:09: Er hatte sich in dem Moment gedacht okay verbannt es geht um Stichverletzungen jetzt geht um Messer.

00:19:16: Wer ist das?

00:19:17: Und sie haben mich umgedreht und haben diese Person angesprochen.

00:19:21: Und haben ihn gefragt, was er da macht.

00:19:23: Er hat gesagt ja es ist in der Darmling-Flüchtlingsunterkunft in St.

00:19:28: George im Attacau einer, der aus Rumänien gekommen ist dort vor dem Czajewski Regime geflüchtet war.

00:19:36: Der Diktatur der Kommunistischen, die es da gegeben hat.

00:19:39: Und seien einfach am Montag da jetzt Radfahren!

00:19:46: Und er hat dann gefragt, was ist diese Verletzung an der Hand?

00:19:51: Er hat gesagt ja ich habe das Fahrrad vorher repariert und dabei sehr abgerutscht und habe sich am Kotflügel verletzt.

00:19:59: Eine schnittartige Verletzung an der hand.

00:20:02: Das hat natürlich das Interesse von Werner Hofstadl an dieser Person noch deutlich gesteigert und es war tatsächlich so Dass das der Täter gewesen ist, was wir natürlich zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten und nicht beweisen konnten.

00:20:18: Also dass Sie sagen, es war am Montag eben, wo man die zwei Leichen gefunden hat und dann ist man auch unmittelbar schon mal auf diesen Verdächtigen gestoßen.

00:20:30: Das war eben wie Sie gesagt haben ein Asylwerber aus Rumänien, einundvierzig Jahre alt, George G. Wir kürzen da den Nachnamen ab der war schon seit einiger Zeit in diesem damaligen Flüchtlingslager in Thalheim.

00:20:47: Das ist ja mittlerweile seit dem Jahr zweiundfünf eine Erstausnahmestelle, also das hat man gewusst und wie ist es dann weitergegangen?

00:20:56: Hat man ihn dann weiter vernommen

00:20:59: oder ... Es ist so weitergegangen, wurde gebeten zur Erklärung der genannten Umstände mit auf die schon im Riedingstelle damals zu kommen.

00:21:08: Das hat auch gemacht.

00:21:10: Ist mitgefahren und was parallel passiert ist.

00:21:13: in der Zwischenzeit bei der Bergung der zweiten Leiche wurden natürlich auch Gegenstände gefunden.

00:21:18: Kleidung.

00:21:18: es gab eine Jacke die vom Zweiten Mordopfer stammte und nachdem man da jetzt den ersten Hinweis hatte das könnte und Personen gehen, die damals in diesem Aufnahmezentrum, also es ist damals ja noch diese Unterkunft.

00:21:38: Dass man da jetzt beginnt zu fragen ob jemand diese Kleidungsstücke kennt oder ob es Personen gibt, die vermisst werden.

00:21:46: Weil man ja nicht gewusst hat wer das zweite im Mord

00:21:48: aufwesend?

00:21:48: Nein, es war noch völlig unklar um was es da genau geht.

00:21:52: aber der Hinweis dass es möglicherweise mit dem Aufenthalt dort mit der Unterkunft zu tun haben könnte, war naheliegend.

00:22:02: Und es hat sich dann auch bei den Befragungen dort von den Menschen die dort gewohnt haben schnell herausgestellt dass die Jacke bekannt war.

00:22:11: Es hat dann eine Person ausgesagt ja dieser George wir nennen jetzt so sei hier gewesen und habe Samstagabend mit einer Person getroffen, die nicht hier im Lager war.

00:22:27: Sondern sie mit dem Auto dort hingekommen ist aber schon öfter da war.

00:22:31: Die beiden waren befreundet und einer hat gesagt ja diese Jacke hätte diese Personen getragen.

00:22:37: Wir haben damals auch den Namen bekommen von der Person um das ging.

00:22:42: Den anderen kannten denn auch?

00:22:44: Und so kam langsam Licht ins Dunkeltagelinge.

00:22:49: Da reden wir jetzt des zweiten Opfer.

00:22:52: dann, sie werden bald einmal bekannt eben durch diese Jacke wie Sie gesagt haben.

00:22:57: Das zweite Opfer hat sich dann herausgestellt war auch ein rumänischer Asylwerber um

00:23:02: die dreißig,

00:23:04: der aber nicht in dieser Unterkunft gewohnt hat?

00:23:07: Genau, nicht nur selben.

00:23:08: Okay okay Dann hat es ja auch eine Obduktion von diesen beiden Opfern gegeben.

00:23:14: was ist denn da festgestellt worden?

00:23:15: massive Stichverletzungen

00:23:17: genau die Geschichte mit den Ordnungen, die wir ja schon erörtert haben.

00:23:22: Und es war auch relativ schnell klar dass es beide Taten waren, die mit großer Brutalität ausgeführt wurden und wir haben dann auch rasch versucht Informationen zu bekommen über das Vorleben des George.

00:23:40: Genau, was entsprechend schwierig war, denn man muss da immer im Hinterkopf haben – das waren nicht die Möglichkeiten von heute.

00:23:47: Das war im April und die Revolution nach der kommunistischen Diktatur in Rumänien war im Dezember Also wenige Monate.

00:24:01: Und da war die Situation in Rumänen auch noch ziemlich unübersichtlich, denn nach diesen Jahrzehnten der brutalen Diktatur mussten sich dort auch die staatlichen Behörden und so weiter alle erst neu organisieren und man konnte daher nicht einfach irgendwann erreichen, zur Revolution war quasi kein Kontakt zwischen rumänischen Sicherheitsbehörden und Österreichischen möglich.

00:24:28: Und daher musste man zuerst einmal die Ansprechpartner finden, aber da war herausragend – das erinnere ich mich auch noch genau – dass die anderen rumänische Asylwerber, die in der Unterkunft waren wie der Verdächtige sehr kooperativ waren Und begonnen haben sie rasch zu erzählen, was sie für einen Eindruck hatten und was in den letzten Tagen vorgegangen war.

00:24:54: Da ist schnell Information gekommen dass Sie den George im Auge hatten weil sie ihm immer Diebstelle zu und getraut hatten und Einbrüche.

00:25:05: Und einer hat dann auch gesagt er ist der Meinung das auch der zweite, der dann schon identifiziert war.

00:25:12: Spätere Opfer?

00:25:13: Genau!

00:25:15: kompliz war bei manchen dieser Taten und dass es bei den beiden Herren sehr oft um Geld ging.

00:25:22: Und das war natürlich wichtige Information und wir haben dann versucht, einmal Kanäle nach Rumänien zu öffnen.

00:25:29: Denn einer der Mitbewohner dort hat uns auch gesagt eher seiner Meinung er habe aus rumänischen Kreisen gehört man hat sich ja untereinander auch verständigt die Leute die nach Österreich flüchten konnten aus dieser Diktatur.

00:25:43: Sie hätten diesen George im Verdacht dass er eigentlich Geheimdienstmitarbeiter war in Rumänie.

00:25:52: Man muss wissen, es gab dort eine sehr brutale Geheimdienstorganisation unter dem Diktator Czajeszko namens Sekuritate.

00:26:00: Und nach und nach haben sich Leute gemeldet bei uns Rumänen die gesagt haben sie glauben dass er ein Mitglied dieser Sekurität war.

00:26:12: Da ist man oder hat man damals schon gewusst wie lange der George der Verdächtige in Österreich war?

00:26:17: Ja, das war klar aufgrund Unterlagen im Zusammenhang mit dem Asylverfahren.

00:26:23: Das war schon vor dem Umsturz.

00:26:26: Sobald ich mich erinnere ist er in der Tiktatur lief schon nach Österreich geflüchtet und den Westen geflüchtet wie es damals hieß und so noch Österreich gekommen.

00:26:38: Und ja auch bevor diese zwei Taten dann bekannt worden sind Diebstählen gesessen in Österreich?

00:26:47: Ja, genau.

00:26:48: Sie war rasch einmal vertächtiger bei anderen Fällen und so mit schon der Marienkontakt.

00:26:54: also die kannten ihn schon und haben das bestätigt dass sie auch glauben da wurde ermittelt dass darum Eigenungsdelikte geht und vor allen Dingen was dann auch so hat in einer anderen Sache Und das war typisch für seine Erfahrung, wie das mit Polizeibehörden und so weiter läuft.

00:27:14: Und auch in Rumänien war.

00:27:15: er hat sich dann angeboten zu anderen straffdaten Informationen zu liefern.

00:27:20: also Das war für uns plausibel dass der Mann sozusagen versiert ist im Umgang Mit der Polizei unsere Marie und dass es daher glaubwürdig ist Einschläge-Gekentnisse haben muss, also der Hinweis auf die Sekretare.

00:27:36: Und das nächste war es auch bei uns bekannt dass in diesem Geheimdienst auch Methoden wie Mord und dergleichen zur Anwendung kamen und das war daher auch sehr plausibel.

00:27:49: diese Vorgangsweise kann damit zu tun

00:27:51: haben.

00:27:52: Gut, Sie haben aber erzählt wo er aufgegriffen worden ist auf dem Fahrradzitzend hat ihr Kollege gesehen dass er eben eine Handverletzung hatte einen Verband.

00:28:04: Was hat sich denn dann herausgestellt?

00:28:06: Hat es gestimmt seine Geschichte das sie sich da beim Kotflügel bei der Reparatur des Fahrrads verletzt hat?

00:28:12: Nein, da kommt wieder die Gerichtsmedizin ins Spiel.

00:28:14: als wir den dann auf der Dienststelle festgehalten hatten kam der Professor Havel auch dazu um sich diese Verletzung an zu sehen, der hat dann auch den Verband entfernt.

00:28:24: Wir wussten zu dem Zeitpunkt schon am Vortag war er mit der Rettung im Krankenhaus zur Versorgung dieser Wunde.

00:28:34: Und natürlich, das erste von Anfang an ein großes Capsi ist dass man abrutschen kann bei einer Fahrradreparatur und einen Messerschafen-Kotflügel vorfindet und sich da die Hand aufschneidet.

00:28:44: Auch die Untersuchungen des Gerichtsmedizinis hat klargegeben, das waren scharfkantige Schnitte.

00:28:50: Das ist als Erklärung Fahrradreparatur und Kotflügle hoch unglaubwürdig.

00:28:55: Aber dabei geblieben war vom Krankenhaus bestätigt versorgt worden war, denn da gab es zufällig einen Rettungseinsatz in dieser Flüchtlingsunterkunft und da hat er die Verletzung hergezeigt.

00:29:06: Und dieses Rettungsfahrzeug, da ging sie um ein Kind, hat dann auch ihn mitgenommen ins Krankenhaus und da wurde die Wunde versorgt und auch entsprechend begutachtet.

00:29:16: daher konnte man auch da Informationen bekommen dass der Ablauf so wie ein Erschildert nicht stimmen kann.

00:29:22: also der Verdacht.

00:29:24: Genau, deutlich verdächtig schon.

00:29:26: Wie hat sich denn herausgestellt was tatsächlich passiert ist.

00:29:29: und was ist passiert?

00:29:31: Das war wie gesagt durch die Kooperation der anderen Mitbewohner dort.

00:29:35: nach und nach kamen immer mehr Informationen worum es da gegangen ist.

00:29:39: das hat dann geheißen dass der George Schulden gehabt hätte bei dem Zweiten richtig bei den ermordeten Rumänen.

00:29:49: Und das ist da, um eine Summe von ungefähr fünf oder sieben Tausend Schilling damals noch ging und wir haben ihn auch natürlich darauf angesprochen und er hat das bestätigt ja dass es da ging's uns kauf eines Motorrades unsere weiterum Geld borgen und dass er das zurückgezahlt habe und dergleichen.

00:30:10: also es wurde immer dichter dass hier die Geschichte geklärt werden könnte anhand dieses Strangs, das sich da ergeben hat.

00:30:20: Und man muss sich dann aber vorstellen nachdem wie gesagt der Mann offensichtlich Geheimtinsterfahrung hatte entsprechend so hat er sich auch verhalten.

00:30:29: Er hat dann mit uns nur gesprochen oder über Dinge geredet wo wir schon ihm irgendetwas vorlegen konnten dass wir auch beweisen konnten.

00:30:37: also es war klassisch so er hat versucht auszuloten was wissen wir?

00:30:42: wir kommen heraus was der Geschichte, was Muster zugeben, wenn es nicht mehr anders geht.

00:30:47: Und das war dann auch so... Das hat sich abgespielt in der Nacht vom zweiten auf den dritten April.

00:30:56: Wir haben am dritten April, am Morgen sehr bald begonnen ihn ins gesamte dritte Vernehmung zu wecken Und da hatten wir dann schon durch die Spurensicherung auch die Tatwaffe gefunden.

00:31:13: Die war dort auch im Bereich der Leiche am Bandarm vergraben und...

00:31:20: Was war das für eine Tatwaffel?

00:31:21: Das

00:31:21: war ein scharfkantiges Messer mit einem Griff, der sehr markant war.

00:31:28: Das war so wie einen Jagdmesser von einem Geweih.

00:31:37: am Griffstück versehen und da hat sich dann auch schnell klären lassen.

00:31:41: Es gab einen Arbeitskollegen, dieser Silberba hat aus Hilfsarbeiten gemacht und den Arbeitsk Kollege von ihm hat ihm einige Zeit vorher dieses Messer geschenkt.

00:31:51: er hat das dann auch identifiziert beim George gelandet ist, weil er drum gebeten hatte.

00:31:57: Das Messer hat ihm sehr gefallen so wie das ausgeführt war und die Art, die Klingenlänge untergleichen und deswegen hat der Arbeitskollege ihm das dann

00:32:05: geschenkt.".

00:32:06: Also hat sich dann zuerst einmal gleich mal heraus kristallisiert das Motiv für den Mord an dem zweiten Opfer in den Rumänen nämlich.

00:32:15: da ist um Geldschulden gegangen?

00:32:17: Ja, wir hatten dann natürlich die Erhebermen weiter vorangetrieben und es war klar dass zum Beispiel der George sehr gerne ... mit gestohlenen Video-Rekordern gehandelt hat.

00:32:31: Das war damals sehr beliebt, Anfang der Neunziger war es im ehemaligen Ostblock noch völlig unmöglich an Videorekorder zu kommen.

00:32:38: daher hat das hier im Westen Diebstelle und Einbrüche gegeben was um so Geräte ging Und wir haben dann bald erfahren dass er auf diese Art und Weise auch Geld verdient hat weil er diese Geräten nach Rumänien transportieren ließ und dafür natürlich entsprechende Gegenleistungen bekannt.

00:32:56: Also es wurde immer klarer, warum's da geht.

00:33:00: Und nachdem wir dann den klaren Beweis hatten, dass er ein Besitz dieses Messers war, das dort gefunden wurde ist der Druck bei der Vernehmung immer mehr erhöht worden auf ihn.

00:33:12: Da muss seine Erklärung liefern denn es ist nicht klar wie sein Messer dorthin gekommen Sein Soll und so weiter.

00:33:20: Das Messer hat man in der Nähe des zweiten Tatorts gefunden, oder?

00:33:24: Ja genau am Autobahn da

00:33:26: vorgesagt

00:33:27: hatte.

00:33:28: und ja da wurde sozusagen der Druck immer höher auf ihn.

00:33:33: und dann hat es noch meiner erinnung nach circa zwei Stunden gedauert bis das er dann gesprochen hat weil er eins war.

00:33:43: Da kommt jetzt nicht mehr raus aus der ganzen Geschichte.

00:33:48: Komplizen, dem Zweiten Ermordeten in Streit geraten sei.

00:33:53: In diesem Bauernhaus wo der Brunnen-Schacht war.

00:33:58: und zwar hat er dann gesagt dass sie sich dort immer wieder getroffen hat um auch über versteckte Beute unter gleichen zu reden und unter anderem ging es dann auch darum das an diesen Tag wo sie dann gemeinsam am Samstagabend aufgebrochen sind ein Streit ausgebrochen ist, wie er gesagt hat um das Geld, dass da verborgt worden war und auch um andere Gegenstände.

00:34:25: Und dass bei diesem Streit so in Rage geraten sei, dass ich zum Messer gegriffen habe und seinen Komplizen im Keller dieses Hauses erstochen hatte.

00:34:35: Okay, das waren Samstagabend?

00:34:38: Genau!

00:34:39: Und da hat er ihn dann zurückgelassen, denn das war natürlich eine große Auseinandersetzung.

00:34:44: Es kam auch zu dieser klassischen Verletzung später.

00:34:47: aber klar ist wie viele dieser Täter die ein sehr scharfes Messer verwenden wenn sie beim Zustechen auf Widerstand treffen, dass man da abrutschen kann sehr leicht und dann verletzt man sich an dieser scharfen Klinge.

00:35:03: Also es war nicht die Verletzung wie gesagt hat durch den Kotflügel sondern einfach durch das wuchtige Zustech.

00:35:07: in der trifft er ja auch auf Knochen so markabel als es klingt und ist abgeplatzt und hat sich dadurch eben diese Stichverletzung an der Hand zugefügt?

00:35:15: Genau!

00:35:16: Und auch das eindeutige Gutachten des Gerichtsmediziners, das der gesagt hat, das muss ein Schaffer gegenstand wie ein Messer gewesen sein, anders ist dieser Schnitt.

00:35:25: aber das hat die Nachbarn entrückt.

00:35:30: Wahnsinn, also das ist eigentlich in sehr kurzer Zeit, da haben wir ganz viel erfahren und es ist sehr schnell quasi dann auch aufgeklärt worden.

00:35:38: Aber wie ist man dann darauf gekommen warum der Land wird?

00:35:42: aus der Region sterben musste.

00:35:44: Was ist da für eine Verbindung?

00:35:45: Das

00:35:46: ist eines dieser Beispiele, dass das Jahr, war offenbar ein besonderes Jahr, was schreckliche Zufälle betroffen hat.

00:35:55: Denn wir hatten ja schon einmal beide das Thema eines anderen Mordes des sogenannten Wohnmobil-Mords, die er sich dann monatisch später wieder unter anderem in sein geurgene Matagau zugetragen hatte an der Autobahn.

00:36:08: Da dass es einfach darum ging, dass der Täter Nachdem die eine Leiche im Keller dieses Bauernhauses war, über Nacht fieberhaft überlegt hat wie er den verschwinden lassen könnte.

00:36:25: Damit man irgendwann wieder gefunden und dann ist es sehr einfach auch wenn die Abgängigkeit besteht von dieser Person weil der dann plötzlich weg gewesen wäre wo ist ja?

00:36:34: Und deswegen war ihm klar er muss ihn verschwenden lassen.

00:36:37: und da kam auf die Idee das ist am besten also sich dort die Umgebung angesehen hat an diesem Autobahn-Darm hinter dem Wildzaun also näher bei der Farbe weil in der Regel dort außer bemehrarbeiten niemand hinkommt.

00:36:50: Und deswegen hat er den Schluss gefasst, ihn dort zu verscharen.

00:36:55: Den ersten ermordeten seinen Komplizen und das hat er auch gemacht!

00:37:01: Und zwar ist das am Sonntagvormittag offensichtlich passiert.

00:37:05: und dann kommt dieses unglaubliche Pech.

00:37:08: Der Landwirt, der eigentlich diese Stelle zuerst für seine Baumveredelung gar nicht im Auge hatte war in dieser Umgebung dort unterwegs weil da dieser beschriebene Hochstand war von den Jägern einer Gehante und das war auch in der Nähe des Hauses und offensichtlich So haben wir das später gedeutet, weil er sehr viele Erfahrungen hatte beim Verehren.

00:37:31: Hat er sich dann entschlossen?

00:37:33: Er möchte auch hinter den Wildzaun, ja, weil dort die verehrten Pflanzen am besten geschickt sind vor Reverbiss.

00:37:42: und durch diesen unglaublich schräglichen Zufall kam er genau an die Stelle wo eine Person verschad war.

00:37:51: Und jetzt muss man den zweiten Zufall wissen, der im offensichtlich dann leider auf diese schreckliche brutale Art und Weise das Leben kostete.

00:38:00: Zu dem Zeitpunkt also dort den Wildzaun geöffnet hat um dort die Bäume zu platzieren mit den neuen Ästen ist der Täter wieder zur Spurenbeseitigung in dem ersten Tatort im Haus.

00:38:14: Und er sieht dann durch das Fenster den Landwirt dort beim Zaun dass er dort versucht reinzukommen und denkt aus irgendeinem Grund, der habe die Tat also das Verschaden des ersten Opfers beobachtet.

00:38:29: Er deutet das falsch!

00:38:31: Der Landwirt hat keine Ahnung, er ist nur durch diesen unglaublich schlimmen Zufall dort.

00:38:36: Und deswegen hat er sich dann entschlossen, er müsste auch den Entdecker jetzt beseitigen.

00:38:44: Das hat er gemacht ganz... Deswegen

00:38:45: hat er es sich dort angeschlichen wie er später geschildert hat und hatte ihn dann dort überfallen.

00:38:52: Der Mann hatte keine Chance, der zweite ermordete hatte quasi keine Abwehrverletzungen.

00:38:58: das ging so schnell in einer solchen Totalität mit den Stichen.

00:39:02: Er hat zwar noch versucht offenbar aufgrund der Spurenlage dort zu flüchten.

00:39:05: aber das war bei diesem Mann mit seiner Erfahrung aus anderen dunklen Dingen in Rumänien nicht möglich.

00:39:15: Also er hat ihn einfach kaltblütig auch ermordet, er hat den mit insgesamt über dreißig Messerstichen ermordelt und ihm aber auch wie bei dem ersten Opfer die Augen sternförmig ausgestochen.

00:39:29: Also wahnsinnige Brutalität bei beiden Fällen, Mordfällen?

00:39:33: Genau!

00:39:34: Und das ist dann die unglaublich große Frage geworden.

00:39:38: Warum tut er das in beiden Fellen?

00:39:43: uns erzählt, das habe damit zu tun weil er wisse dass die westliche polizei in ihren ermittlungsmethoden und ihren technischen möglichkeiten den polizeienheiten in eben einen ostblock überlegen ist.

00:40:00: Und wir haben am anfang unglaublich uns das angehört warum es da gehen soll.

00:40:04: und dann hat er erzählt Es habe in Rumänien einige Zeit vor der Revolution große Probleme mit Kriminalität gegeben.

00:40:13: Also dort war immer die schwere Gewaltkriminalität ein großes Thema, es gab auch viele Morde und viele Menschen mit Tötungserfahrungen ähnliches.

00:40:21: und auch das kommunistische Regime wollte gegen diese Kriminalitäten etwas unternehmen und hat daher Propaganda-Aktionen gestartet.

00:40:30: Und eine dieser Propagandaaaktionen dass man Zeitungsberichte lossierte in Rumänien, wonach jetzt die rumänische Polizei die erste sei in Europa, die vom FBI in den USA ein neuartiges Gerät bekommen hätte.

00:40:46: Und zwar sei es mit einem Gerät das so ähnlich funktionieren würde wie ein Fotoabrat möglich – Das letzte Bild in der Popille eines Menschen dass er von seinem Tod sieht, wie eine Art Negativ zu rekonstruieren.

00:41:04: Das wurde groß berichtet... Natürlich

00:41:07: völliger Unsinn!

00:41:08: Ja genau wir haben es nicht geklappt im ersten Moment, als uns das erzählt wurde und dann aber versucht das zu verifizieren über rumänische Kanäle Und es kam dann auch später tatsächlich zu einer Bestätigung, dass er das berichtige gegeben hatte.

00:41:22: Das war pure Propaganda.

00:41:24: aber bei ihm als offenbaren Geheimdienstmann hat er so verfangen, dass sie das auch geglaubt hat.

00:41:32: Er hat also tatsächlich nur bebeiden die Augen auf diese Art und Weise zugerichtet weil er das verhindern wollte, weil ihm klar war ja muss quasi das Letzte sein was die beiden Opfer gesehen hätte Und ich kann es nicht sagen, ob es letztendlich doch eine Ausrede war oder nicht.

00:41:54: Aber es gab Spekulationen von A bis Z. unterschiedlichste Leute haben sich auch bei uns gemeldet die gemeint haben ja das sei ein Ritualmord oder dass sein Homänen üblich gewesen was man das getan hätte in speziellen Situationen aus Hass oder sonstwo.

00:42:10: Das hat sich aber nicht bestätigen lassen.

00:42:13: wir hatten noch das versucht herauszufinden.

00:42:16: also Ich glaube es ist tatsächlich so, dass er der Täter in seinem Mindset tatsächlich so ausgerichtet war auch aufgrund seiner Tätigkeit bei der Sekuritate.

00:42:32: Dass er das für möglich gehalten hat.

00:42:34: Schrecklich und wahnsinnig unglaublich eigentlich diese ganze Geschichte die sie auch sehr schnell aufgedeckt wurden.

00:42:46: Er hat ja sehr schnell dann gestanden, also wie gesagt Samstag hat er sich mit dem Kollegen getroffen.

00:42:52: Hat ihn mordet Sonntag dann den Landwirt und am Montag werden die beiden Leichen gefunden?

00:42:59: Und wann hat es dann sein Geständnis gegeben?

00:43:01: Das war am dritten am Morgen.

00:43:06: Der dritte war der Dienstag, genau.

00:43:11: Der Verdacht ist auf ihm gefallen.

00:43:12: am Abend des Zweiten aufgrund dieser Intuition des Kollegen und der Aussagen der Mitbewohner in der Unterkunft war gewesen.

00:43:24: Das war das, was ich hoffe, dass das in den heutigen Zeiten erhalten bleibt.

00:43:29: Also diese Geschichte ist mittlerweile technisch unglaublich wichtig geworden bei Ermittlungen sei es wegen der Mobiltelefone oder wegen anderen Methoden.

00:43:40: Es gab damals DNA noch nicht und das gibt es jetzt.

00:43:42: Das ist alles unverzichtbar.

00:43:43: Ist ganz, ganz wichtig und hilft bei Ermittelungen heute sehr!

00:43:47: Ich habe aber ein wenig Sorge Dass man daneben den zweiten wichtigen Aspekt beginnt, ein wenig zu unterschätzen und das ist dieses Teamwerk.

00:43:57: Das ich gemeint habe der Mix aus Erfahrung, der Mix Aus Exzellenz vor Ort eben mit der Gerichtsmedizin.

00:44:05: Ich glaube man sollte sich überlegen weil aktuell gibt es ja sehr große Not geeignete Gerichtsmedizin auszubilden, das wird ja immer weniger und schwieriger.

00:44:16: Und das sollte man unbedingt in den Mittelpunkt rücken, dass man das nicht opfert, dass Leute die einerseits sehr viele Erfahrungen Ermittlungen haben, die Intuition haben wie sich in dem Fall... Fall auch gezeigt hatte, wie wichtig das ist.

00:44:32: Die wissen, wie gut es ist wenn man schnell versucht authentische Informationen zusammenzutragen ohne dass sie noch verfälscht sind heute schwieriger weil alles in Sekundenschnelle über die sozialen Medien und so weiter verbreitet wird.

00:44:46: aber es ist trotzdem wichtig und gut.

00:44:48: ich glaube dass man Verbrechen besser schneller erkennen und aufklären kann wenn man sich diese Tugenden auch erhält

00:44:57: mit das verschiedenste Spezialisten zusammenarbeiten, wie Sie gesagt haben.

00:45:02: Ich glaube es wäre wichtig!

00:45:05: Aber wenn Oberösterreich, wenn Linz wieder eine eigene Gerichtsmedizin hätte.

00:45:10: Derzeit gibt es nur in Salzburg die Gerichts- medizin und

00:45:12: das Heilungs überfüllt mit Fällen?

00:45:14: Genau, es gibt eine Außenstelle, die nur temporär in Linz dann besetzt ist und dergleichen.

00:45:19: Das trifft auch bei anderen Bundesländern zu.

00:45:22: Es ist Personalnot wie gesagt bei den Gerichts Medizinen.

00:45:25: hier sollte man unbedingt investieren.

00:45:28: Und ich glaube dass wäre im Sinne der Sicherheit und Verbrechensaufklärung ein wichtiger Schritt.

00:45:33: Das wäre sehr wichtig!

00:45:36: Haben Sie gesagt, es hat ein Geständnis des Täters gegeben im Vorfeld?

00:45:41: Hat sich aber dann dieses Geständnis beim Prozess, der dann knapp ein Jahr später am zwölften Februar, am Belser Kreisgericht, stattgefunden hat.

00:45:50: Hat er dann dieses Wiederrufen?

00:45:54: Ja das passt ja zu ihm!

00:45:56: Es war so... Er hat ja diese Geständnis, wie gesagt nur deswegen abgelegt weil wir ihm sehr rasch belastbare Beweise vorlegen konnten und ihn entsprechend befragt haben damit er es zugibt.

00:46:12: Je mehr Tage vergangen sind das hätte dann ungefähr glaube ich wenn ich mich richtere zehn Tage später einen Lokalorgenschein geben sollen wo er die Taten hätte demonstrieren sollen vor Untersuchungsrichter und Staatsanwalt und dann vor uns, vor Ort.

00:46:27: Und da haben wir ihn abgeholt am Morgen dieses Lokalagenscheins aus dem Untersuchungsaft, aus dem gerichtlichen Gefangenenhaus.

00:46:38: Wir sind dann mit ihm nach St.

00:46:40: Jordan gefahren und dort haben schon Untersuchingsrichter- und Staats Anwalt gewartet.

00:46:44: Und denen hat er dort ohne es bei uns anzukündigen plötzlich eröffnet ... sei das nicht gewesen, er würde auch am Lokalorgenschein nicht teilnehmen.

00:46:53: Das muss man natürlich freiwillig machen.

00:46:55: Er würde ihn nicht teil nehmen, denn er war das nicht.

00:46:57: Dass da alles falsch was da ja oben worden sei und der werde noch dazu Stellung nehmen.

00:47:03: aber jetzt sagt er gar nichts mehr und schon gar nicht nimmt an diesem Lokalgenscheinteil.

00:47:08: und dann später bei der Hauptverhandlung hat er sich hier dann auch entsprechend verhalten.

00:47:12: Aber wer ist dennoch verurteilt worden nämlich zu lebenslanger

00:47:16: Haft?

00:47:17: Genau.

00:47:17: Er hat uns dann noch beschuldigt, wir hätten ihm die Dinge in den Mund gelegt – das ist nicht neu!

00:47:23: Das passiert oft bei Tätern und wir hätten ihn unter Druck gesetzt und nur deswegen habe er diese Dinge erzählt.

00:47:31: aber natürlich für die Geschwarnen und die Sachverständigen und die Richter, die da im Einsatz waren war klar.

00:47:38: Er hatte sehr viel Täter-Wissen bei seinen ursprünglichen Geständnissen preisgegeben war nicht mehr widerlegbar und deswegen gab es auch diesen Schulspruch zu lebenslanger Haft.

00:47:52: Wissen Sie, ob er noch sitzt oder überhaupt noch lebt?

00:47:55: Das weiß ich nicht.

00:47:56: Es ist so wie immer wir verfolgen das dann nicht weiter welchen Weg diese Leute nehmen denn wenn sie dann zu längst lange Haft zugeteilt sind gehen ja viele Jahre ins Land und man verfolgt es nicht und es gibt auch natürlich Datenschutzbestimmungen

00:48:13: usw.,

00:48:14: sodass man nicht einfach nachfragen will und kann wo denn der jetzt sei in welcher Haftanstalt und so weiter.

00:48:22: In den folgern Jahren hat es dann natürlich auch immer wieder Kritik gegeben, seitens einer fehlenden Abschiebung des verurteilten Doppelmörders.

00:48:32: auf eine freiheitliche Anfragebeantwortung von Februar nineteenhundertsechsundneinzig hat der damalige Justizminister Nikolaus Micheleck folgendermaßen geantwortet Es gebe einen rechtskräftigen Bescheid über ein unbefristetes Aufenthaltsverbot für das gesamte Bundesgebiet, über George G., dass dies verhängt worden sei.

00:48:51: Aber dieses wäre damit der Entlassung aus der Strafhaft wirksam.

00:48:55: Wir wissen aber nicht ob es dann passiert ist oder nicht!

00:48:59: Naja, damit sind wir am Ende dieses Podcast angelangt in dem wir diesen ungewöhnlichen und wirklich furchtbaren Doppelmord beleuchtet haben.

00:49:07: Aber auch einen Doppelnord der sehr rasch durch das Zuspielen mehrerer Zusammenhänge durch die Spurensicherung und Zufälle ist so schnell dass da dann aufgeklärt werden kann.

00:49:21: Ja es ist auch so!

00:49:22: Das ist wirklich, wie wir Ton haben, aussergewöhnlich wichtig auch dass alle Leute sich bemüht haben die da befragt wurden beizutragen.

00:49:33: an der Aufklärung.

00:49:34: Wie gesagt, das war auch sehr signifikant dort bei den anderen Mitbewohnern in der Flüchtlingsunterkunft, denen war es ein wirkliches Anliegen dass da schnell klar wird was da los war und es ist so.

00:49:46: vielleicht eines noch dazu was ganz interessant ist weil wir ja dieses Thema seit Jahrzehnten haben unter die Schutzbedürfnisse der Bevölkerungsjahr groß sind.

00:49:55: Das ist total verständlich.

00:49:56: niemand will Opfer so einer Tat werden und niemand will Personen im Land haben die so solchen Datenfähig sind.

00:50:03: Aber es ist aus der polizeilichen Praxis betrachtet, aus der kriminalpolizeiligen Praxis in Spezellen.

00:50:11: Es ist auf der ganzen Welt so, man kann sich bemühen alle möglichen Schutzmechanismen zu errichten.

00:50:17: Man kann sich Bemühlen Leute aus der Land zu bringen die verdächtig sind schlimmes im Sinn zu haben und dergleichen.

00:50:25: aber wir werden es fürchte ich als Gesellschaft nirgendwo auf der Welt schaffen dass wir völlig ausschließen können das es einen kleinen Prozentsatz an Menschen gibt die jederzeit im Stande sind böses zu tun.

00:50:38: Ich verweise da auf die vielen ausgezeichneten Statements von der Gerichtspsychiatrin Jastner.

00:50:46: Wir müssen damit leben, es gibt unter uns Menschen immer Leute die brutalste Dinge machen wollen und sie auch machen.

00:50:56: Und ich fürchte, dass es keinen Schutzmechanismus gibt, der das völlig verhindert.

00:51:02: Das ist ein sehr gutes Schlussstatement.

00:51:05: Vielen Dank Herr Horner, dass Sie mit mir diesen dramatischen Doppelmord beleuchtet haben.

00:51:12: Danke für Ihr Kommen, freue mich wenn wir uns bald wieder sehen hier im Studio.

00:51:17: und nun bleibt mir noch mich von den Hörerinnen und Hörern zu verabschieden!

00:51:21: Wir hören uns wieder bei der nächsten Folge des Podcasts Blaulicht Geschichten Oberösterreich und die erscheint wie immer am ersten Samstag im Monat.

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